Mehr als 100.000 Bankkunden verlangen eine Rückzahlung von Bearbeitungsgebühren für Verbraucherkredite. Allein bei den Ombudsleuten der privaten Bankenverbände seien deshalb bis Ende 2014 rund 100.000 Beschwerden eingegangen, sagte ein Sprecher des Bankenverbands BdB in Berlin. Die «Stuttgarter Zeitung» (22.01.2015) hatte vorab darüber berichtet.

 

Reaktion auf Rechtsprechung des BGH

Der Bundesgerichtshof hatte 2014 in mehreren Urteilen entschieden, dass Bearbeitungsgebühren für Konsumentenkredite, die zusätzlich zu den Zinsen erhoben werden, unzulässig sind. Die Frist, um Ansprüche geltend zu machen, endete am 31.12.2014. Wer sich vor diesem Stichtag bei den Ombudsleuten beschwerte, konnte damit die Verjährung der Ansprüche verhindern, wie der Verbandssprecher erläuterte. Das hätten deshalb viele Betroffene getan. Allein am 29.12.2014 seien 30.000 Eingaben gezählt worden. Beim Bundesverband der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken waren es laut «Stuttgarter Zeitung» bis zum Jahresende 9.000 Eingaben.

 

Quelle: beck-aktuell-Redaktion, Verlag C.H. Beck, 22. Januar 2015 (dpa).

 

Mehr als 100.000 Bankkunden fordern Kreditgebühren zurück

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