Das Schwurgericht des Landgerichts Osnabrück hat im sogenannten "Mordfall Lilly" sein Urteil verkündet und den Angeklagten wegen Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren verurteilt. Er muss zudem die Kosten des Verfahrens tragen.

 

Das Schwurgericht ist nach durchgeführter Beweisaufnahme davon überzeugt, dass der Angeklagte die Prostituierte "Lilly" am Abend des 02.07.2014 in einem Bordellbetrieb am Bahnhof in Osnabrück heimtückisch durch 10 Messerstiche, verbunden mit einem Ersticken durch Zuhalten der Atemwege, tötete. Nach der Tat durchsuchte der Angeklagte das Zimmer seines Opfers nach Wertgegenständen und entwendete 80,00 €, ein IPhone und ein Laptop. Das Vorliegen des Mordmerkmals der Habgier vermochte die Schwurgerichtskammer dennoch nicht festzustellen. Ferner konnte die Kammer nicht ausschließen, dass das Handeln des Angeklagten durch dessen psychische Störung in Form einer paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie beeinflusst war, so dass sie bei der Urteilsfindung von einer erheblich verminderten Schuldfähigkeit des Angeklagten auszugehen hatte. Eine Verurteilung zu lebenslanger Freiheitsstrafe war deshalb nicht geboten. Während der Vertreter der Staatsanwaltschaft lebenslange Haft wegen Mordes gefordert hatte, hatte die Verteidigung eine Verurteilung wegen Totschlags in einem Zustand verminderter Schuldfähigkeit erstrebt.

Urteil des LG Osnabrück vom 22.01.2015, Az.: 6 Ks 14/14

 

Quelle: Pressemitteilung Nr. 7/2015 des LG Osnabrück vom 22.01.2015

 

LG Osnabrück: Urteil im "Mordfall Lilly"

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